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Otto Bestattungen, Hannover

Warum Thanatopraxie?

Aus Angst vor dem veränderten Aussehen eines Toten wird auf einen letzten Eindruck, die bewusste Abschiednahme am offenen Sarg, immer häufiger verzichtet. Todesgeschehen braucht aber zum Verständnis des Unbegreiflichen, des Unvorstellbaren eine bildhafte Wahrnehmung.

In der Trauersituation haben Hinterbliebene ein Bedürfnis nach Ästhetik und Harmonie. Thanatopraxie (Thanatos = griech. Todesgott) ist eine Arbeitsweise mit dem Ziel, ein im Sinne des Wortes annehmbares Bild des Verstorbenen zu schaffen. Der Körper eines toten Menschen wird hygienisch versorgt und der biologische Prozess der organischen Zersetzung (Autolyse) wird durch eine arterielle und oberflächliche Einbalsamierung (Modern Embalming) zeitlich verzögert.

Thanatopraktische Behandlung leistet einen wesentlichen Beitrag, die Beziehungen zwischen Lebenden und Toten menschlicher zu machen. Der Anblick des toten Menschen, mit dem Lebenserinnerungen verbunden sind, wird dann nicht als Anfechtung empfunden, sondern ist eine wohltuende Hilfe auf dem Weg der Trauer.

Die speziell ausgebildeten Embalmer (Thanatopraktiker) im Hause unseres Partners Wiese Bestattungen verfügen über spezielle Kenntnisse in den Bereichen Medizin, Chemie, Bakteriologie, Anatomie und Desinfektion. Die praktische Thanatologie geht zurück auf den französischen Offizier und Chemiker Jean Nicolas Gannal (1791-1852).